Irgendwo, weit weg von hier, dort, wo einmal der Wilde Westen war, wandert einer
mit dem Rucksack auf dem Rücken durch weites, menschenleeres Land.
Nach
stundenlangem Marsch - die Sonne steht schon sehr hoch und sein Durst wird groß
- sieht er am Horizont ein Farmhaus.
"Gott
sei Dank", denkt er, "endlich
wieder mal ein Mensch in dieser Einsamkeit. Bei ihm kehre ich ein, bitte ihn
um etwas zu trinken, und vielleicht setzen wir und noch auf die Veranda und
unterhalten uns, bevor ich wieder weiterziehe."
Und er malt sich aus, wie schön es sein wird.
Aber,
als er näher kommt, sieht er, wie der Farmer sich im Garten vor dem Haus zu
schaffen macht, und ihn befallen erste Zweifel: "Wahrscheinlich
hat er viel zu tun, und wenn ich sage, was ich möchte, falle ich ihm
lästig; er könnte meinen, ich sei unverschämt ... ". Als er dann an der Gartentüre kommt, winkt er dem Farmer nur und
geht vorbei.
Der
Farmer seinerseits sah ihn schon von ferne, und er freute sich.
"Gott
sei dank! Endlich wieder mal ein Mensch in dieser Einsamkeit. Hoffentlich
kommt er zu mir. Dann werden wir etwas trinken. Und vielleicht setzen wir
uns noch auf die Veranda und unterhalten uns, bevor er wieder
weiterzieht." Und er ging ins Haus, um Getränke kalt zu
stellen.
Als
er aber den Fremden näher kommen sah, begann auch er zu zweifeln.
"Er hat es sicher eilig, und wenn ich sage, was ich möchte, falle ich
ihm lästig; und er könnte meinen, ich dränge mich auf. Doch vielleicht ist er
durstig und will von sich aus zu mir kommen. Am besten ist, ich gehe in den
Garten vor dem Haus und tue so, als ob ich mir zu schaffen mache. Dort muss er
mich sehen, und wenn er wirklich zu mir will, wird er es schon sagen."
Als der andere nur herüberwinkte und seines Weges weiterzog, sagte er: "Wie
schade!"
Der
Fremde aber wanderte weiter.